Unfähig für die Arbeitswelt

Liebe Community,

Folgendes Problem mit der Bitte um niveauvolle und ernst gemeinte Kommentare, vielen Dank:
Ich, m, 29, verfüge mittlerweile über zwei fertige Berufsausbildungen mit durchaus guten Abschlussleistungen (eine davon durch ein 7 Jähriges Universitätsstudium), habe schon einige Berufspraktika absolviert und würde mich im Allgemeinen doch auch als sehr fähig bezeichnen. So weit so gut. Das Problem: Egal was und wo ich arbeite -ich sage es ganz offen- es freut mich nicht, ich empfinde es als ungeheure Belastung und ich kann es dann folglich auch nicht besonders gut (Leistung ok, Arbeitsmotivation quasi nicht vorhanden, regelmäßig Probleme mit Kollegen). Ich weiß nicht woran es liegt, am Fleiß eher nicht, denn dann hätte ich nicht mit einem solchen Eifer meine doch auch sehr zeit- und arbeitsintensiven Ausbildungen betrieben. An mir als Mensch bzw. meiner sozialen Umgänglichkeit liegt es auch eher nicht, da ich seit jeher einen stabilen und qualitativen Freundeskreis und auch eine gut funktionierende Partnerschaft habe und ich sogar von Fremden immerzu für meine grundsätzliche Freundlichkeit und mein Bemühen im menschlichen Miteinander gelobt werde. Und dennoch: Ich kann einfach nichts länger arbeiten als ein paar Wochen, da ich sofort Beklemmungsgefühle und das Gefühl bekomme einfach ausbrechen zu müssen. Langsam wird das Ganze zum richtigen Problem, v.a. da es dazu geführt habe, dass ich mit meinen knapp 30 Jahren noch wenig bis nichts gearbeitet habe (meine Familie ist recht wohlhabend, daher ging es finanziell auch immer ganz gut). Als verwöhnt würde ich mich dennoch nicht bezeichnen, da ich eigentlich sehr sparsam lebe und wie gesagt was Ausbildungen angeht durchaus einiges an Bemühen und Eifer in die Sachen reinstecke. Bloß wenn es ums Thema Arbeit geht, versage ich auf voller Linie. Was in Gottes Namen könnte dem denn zugrunde liegen bzw. was kann man dagegen wirklich machen?
Über inhaltlich sinnvolle und nicht-aggressive Antworten würde ich mich freuen, danke.
Gefragt am 28. Juni 2019 in Arbeit und Beruf von Gast

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2 Antworten

Scheint an der Psyche zu liegen. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung - einen Job nach dem anderen annehmen und durchhalten so lange wie es geht, Übung macht den Meister.
Es würde wahrscheinlich auch sehr hilfreich sein, wenn es ein Gebiet ist, das Spaß macht und/oder sehr erfüllend ist, etwa im sozialen oder kreativen Bereich.
Beantwortet am 1. Juli 2019 von Tipper
Deine Geschichte kann ich vollkommen verstehen.
Mir ging es auch so... egal wo ich arbeite, immer war ich unzufrieden und am Ende habe ich auch herausgefunden was es ist.

 Man muss etwas finden, was man wirklich mag!

Einen Traumjob sollte man auf jeden Fall haben und sich Mühe geben, sowas zu finden. Ist nicht leicht, das weiß ich, doch wenn man stark daran glaubt, schafft man es auch. Unfähig bist du nicht, du musst nur das richtige finden. Hab es selbst so gemacht und konnte schließlich ein Stellenangebot auf https://www.compusafe.de/bereich/softwareentwicklung/ in dem Bereich finden, den ich am meisten liebe.

Denk mal gut darüber nach.
Man muss den Job lieben!

MfG
Beantwortet am 4. Juli 2019 von Boss