Gibt es noch Kinder- und Jugendserien für Mädchen?

Mir ist aufgefallen, dass auf den Sendern wie Kika, Toggo Plus, Super RTL, Disney Channel usw. Serien laufen wo es einen Protagonisten oder drei gibt. Meistens dreier "Teams" die aus einem Mädchen und zwei Jungs bestehen oder aus drei Jungs.
Es werden dadurch entsprechend mehr oder nur Jungstinteressen gezeigt.  Jetzt gibt es auch eine Serien angelehnt an Kung Fu Panda, aber ohne Tigress und die Schlange. Die haben keine Serie. Der Panda drei Filme und zwei mir bekannte Serien.

Solchen Serien wie Rapunzel Die Serie, Kim Possible, Power Puff Girls und Teenage Robot laufen kaum noch bzw. gar nicht mehr. Und Serien wie Carole & Tuesday oder die neue Netflix Shera sind nur online abrufbar.

ich kenne dieses Überangebot an Jungsserien aus meiner Kindheit und Jugendzeit (1998). Es scheint sich nichts geändert zu haben, was die Serien angeht die für Mädchen produziert sind. Es gibt offenbar immer noch kaum welche und die wenigen die es doch mal schaffen länger als 1 - 2 Staffeln zu laufen, halten sich wieder an die alten Barbieklischees. Wie kann das sein?
Gefragt am 17. September 2020 in Film und Fernsehen von Redwinter

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5 Antworten

Das mag wohl einfach daran liegen, dass statistisch gesehen mehr Buben als Mädchen geboren werden. Mit dem einfachen Grund, dass Buben naturgemäß einer höheren Sterblichkeit unterliegen als Mädchen und als Ausgleich mehr männliche Säuglinge produziert werden. Der Mensch hat sich inzwischen durch seine moderne Medizin weitgehend aus dieser Auslese ausgeklinkt und die Säuglingssterblichkeit früherer Zeiten größtenteils überwunden. Aber die Biologie des Menschen ist dieselbe geblieben wie vor Urzeiten, und so sind in unseren Schulklassen z.B. fast immer die Buben in der Überzahl. Das ist auch der Grund, weswegen  Kinder- und Jugendserien sich etwas häufiger an Buben als an Mädchen richten.
Beantwortet am 17. September 2020 von Anonym
Also ich glaube nicht wie mein Vorredner, dass es an einer höheren Geburtenrate männlicher Säuglinge liegt die durch eine "naturgemäße" hohen Sterblichkeit der männlichen Personen einhergehen soll. Das sind gleich zwei Behauptungen die einfach totaler Quatsch sind weil sie an der Realität vorbeirennen.

Schwangerschaften/die Züchtung von Menschen ist heute planbarer als noch vor 3 und 30 Jahren. Heutzutage kann via Ultraschall herausgefunden werden ob der Fötus einen Penis oder eine Vulva hat.
Aber was sich nicht geändert hat, ist die Misogynie in den Kulturen weltweit. Die hat sich mMn. sogar verschlimmert.

In Indien und China, aber auch in Deutschland  usw. sind Femicide - und damit sind vor allem pränatale gemeint - an der Tagesordnung. Das weibliche Geschlecht wird per se als unnormal, anders, schwach/minderwertiger betrachtet, einige werden auch weibliche Föten abtreiben in der Hoffnung ihnen ein schlechtest Dasein erspart zu haben doch das sind wenige und sie ändern nichts an den Ursachen.

Jedenfalls tragen sich misogyne Ideologien weiter in den Comics, Büchern, Kunstwerken, Serien, Filmen, Videospielen u. dgl. Unsere ganze Kultur wertet Männer höher,, was sie immer bildlich, textlich, sprachlich darstellt, daran hat sich leider nichts geändert.

Eine kleine Ungereimtheit die das beweist ist z. B. die Reaktionen die ein Junge erhält der Heldinnen bewundert. So eine einfache Sache.  Es ein Unding für Jungen "Mädchensachen" haben zu wollen/zu bewundern und Okay für Mädchen sowohl "Jungs"- wie "Mädchensachen" haben zu wollen usw. Warum?

Ich denke die Antwort beginnt mit dem Wort misogyn.

Meine aktuelle These ist auch, dass es daran liegt, dass die Heldinnen bzw. die weiblichen Frauen- Mädchenfiguren, die es so gibt, in einer sehr perfiden und perversen Form ************ werden.  Ich kann mich erinnern, eine von den Mädchen gewesen zu sein, die typische Barbiefiguren (wie Filme u. dgl) mied. Ich mochte die Darstellung entweder gar nicht oder schaute bloss aus Langeweile. Diese Figuren sprachen mich nie an. Ich fand die peinlich und mag diese Darstellungen auch heute noch nicht, weil die mir zu hörig, zu freizügig sind. Letzten Endes sind diese Darstellungen von europäischen, amerikanischen oder asiatisch/arabischen Männern produziert worden, so verhärtet sich der Verdacht, dass Männer junge Mädchen in "die richtige Richtung" drängen wollen durch solche idealisierten Darstellungen der Hausfrau ("Prinzessin"), die von anderen Männern bedroht werden kann und schlimmer noch; auf einen Mann als Rettung angewiesen ist, um ihre "naturgemäße" Aufgabe zu erfüllen; den Teufelskreis durch das Gebären weiterer fortzuführen.

die wenigen Frauen die auch manchmal an solchen Darstellungen mitarbeiten durften, hatten entweder kein Mitspracherecht (brauchten aber den Job weil das Geld ist knapp, sie verdienen weniger) oder blieben den Männern hörig (wofür sich diese Chauvinistinnen schämen sollten). Im Grunde sind diese Frauen wie Eva Braun oder andere Frauen die ihre Männer beim Verbrennen und sozialen Ausschliessen von "unwerten Leben" unterstützten.

Aber es gibt zum Glück auch andere. Wie du selbst angeführt hast, gibt es auch welche, die eigene Serien versuchen auf die Beine zu stellen und was zu verändern. Ich würde dir raten, falls es dich sehr stört, dass es immer noch kaum Mädchenserien gibt die nicht-************* weibliche Rollen zeigen, dann versuche du daran zu arbeiten. Allein vom Reden wird sich nichts bewegen. Ich zum Beispiel kann diese Serien die es so gibt auch nicht besonders leiden. "The Lion Guard" von Disney ist z. B. wieder in den Händen von zwei Männern, was deutlich an der Darstellung zu spüren ist. Da ist Kim Possible im Vergleich jfast schon feministisch!

Alles Gute, der Link ist auch noch interessant
https://woman.at/a/wie-aus-buben-***********-maenner-werden
Beantwortet am 18. September 2020 von Vale
Ps: ich hatte vergessen auf die Behauptung mit der hohen Sterblichkeit der Männer einzugehen.
Die ist Blödsinn, weil die Hauptursache deren Sterblichkeit nichts natürliches ist, sondern aus toxischer sozialisierter Männlichkeit herkommt. Der wettbewerbsorientierte Kapitalismus ist mannsgemacht, wie die gesamte Politiklandschaft die lieber Milljarden für Soldaten, Vertuschung und konservative Feiern ausgibt, (Patriotismus) statt Drogen/Alkohol und Prostitution vollends zu verbieten, und Präventionen "Nicht süchtig werden" "Nicht Gewaltätig werden" zu realisieren. Auch Frauenhäuser brauchen mehr Unterstützung und Männer müssen höher bestraft werden. Straftäter sollten keine Möglichkeit bekommen sich zu "resozialisieren". Wer Vergewaltiger und Frauen/Mädchenmörder wieder raus lässt oder am Leben, müsste eigentlich selber weg.
Das Geld für eine Resozialisierung kann sich gespart werden, lieber sollte es den Opfer partnerschaftlicher Gewalt, Vergewaltigten usw. gegeben werden und Teile davon besser in Bildungsmaßnahmen. Z. B. Aufklärungsangebote für die LGBTQAI - Jugend und Kinder. Aber leider sind wir immer noch dabei Heterosexismus zu Idealisieren. Schon die Werbung von Kinderschokolade mit dem Milchglas und dem  Schokoriegel ist eigentlich genau das was die AfD mit "Se*ualisierung" ausspricht (aber natürlich nicht meint).
In Wahrheit gibt es leider sehr viel heterosejualisierung. Bei den Märchen fängt es längst nicht an, bei den Serien und vor allem der misogynen Chartmusik hört es bei weitem nicht auf.

Ps: ich würde den Statistiken zur männlichen Sterblichkeit andererseits auch wenig Wahrheitsgehalt beimessen, wenn du mal darüber nachdenkst, sterben viel mehr weibliche Föten, weibliche Kinder (brutal in Indien z. B. vergewaltigt oder auch in DE gesteinigt, überfahren, erstochen, zum Suizid animmiert usw.) Mädchen, Frauen.
Mitnichten ist die Hälfte der Weltbevölkerung weiblich. Die Frage ist, wer macht uns glauben, wir seien zahlreich und mit welchen Zweck? Vielleicht wollen Männer dadurch einen Aufstand verhindern - wobei die meisten Frauen sind denen hörig. Die Männer müssen sich überhaupt nicht ins Zeug legen, deren Misogynie scheint Frauen geradezu anzuziehen, also schließe ich das aus.
Es muss etwas anderes sein. Vielleicht ist es auch nur eine Überzeugung die durch Fehlinformation oder Mangel an Statistiken herbeigeführt wurde.  
Jedenfalls sind wir wenige, wir sind meistens arm und müssen in schlimmen Lebensumständen unser Dasein fristen, wie Schlachtvieh, werden über uns noch Witze gerissen oder wie dumm wir uns doch wie "mädchenhaft" wir uns anstellen, was niemanden interessiert. Darum meine Annahme: die meisten Frauen sterben früh (bereits im Fötenalter, was in Anbetracht des misogynen Planetens nicht schlecht ist, aber die Misogynie auf ihm auch nicht vertreibt). Und die die leben/leiden müssen, schaffen es eventuelle bis zum 20 -30 Lebensjahr. Wenige aristokratische Frauen also aus der Elite zumeist weiße Chauvinistinnen, leben dagegen natürlich bis zu 80 - 90 lebensjahren. Aber ob das so erstrebenswert ist: 80 -90 Jahre die Misogynie auf dem Planeten miterleben? Diese Frauen müssen schon sehr empathielos und blind sein und natürlich sehr sehr dem Konsum verfallen - wie ihre Männer. Sie treiben die Wirtschaft voran, weil sie nichts anderes haben. Irgendwas muss die Leere im Inneren stopfen und seien es Kinder oder Haustiere, mit denen ein untragbares und anklagenswertes Geschäft mit dem Sterbenmüssen abgewickelt wird.
Ich kann so was nicht, ich möcht sagen; zum Glück.
Beantwortet am 18. September 2020 von Vale
An Vale
Unfassbar, welchen Unsinn du hier von dir gibst. Es ist eine Tatsache, dass in unseren Industrieländern mehr Jungen geboren werden als Mädchen. Und auch Gleichberechtigung scheint ein Fremdwort für dich zu sein. ...................................................................................................................................................................................................
Beantwortet am 20. September 2020 von Zusel
Ja, ich kenne ein paar Kinder und Jugend Serien. z. B. Schloss Einstein (ab 6 Jahren), Hubert und / ohne Staller (ab 6 Jahren), Bones - die Knochen Jägerin (ab 16 Jahren). Alle haben mehr als nur 1-2 Staffeln.

Schloss Einstein ist eine Serie, die in einem Internat spielt.
Hubert und / ohne Staller ist eine Krimikommödie.
Bones - Die Knochenjägerin ist eine Krimiserie mit ziemlich ekligen Leichen. Es ist aber auch nicht ganz so einfach zu verstehen.

Aber man kann bei wirklich allen drei Serien viel Lachen.
Beantwortet am 13. Januar 2021 von Anonym