Also ich glaube nicht wie mein Vorredner, dass es an einer höheren Geburtenrate männlicher Säuglinge liegt die durch eine "naturgemäße" hohen Sterblichkeit der männlichen Personen einhergehen soll. Das sind gleich zwei Behauptungen die einfach totaler Quatsch sind weil sie an der Realität vorbeirennen.
Schwangerschaften/die Züchtung von Menschen ist heute planbarer als noch vor 3 und 30 Jahren. Heutzutage kann via Ultraschall herausgefunden werden ob der Fötus einen Penis oder eine Vulva hat.
Aber was sich nicht geändert hat, ist die Misogynie in den Kulturen weltweit. Die hat sich mMn. sogar verschlimmert.
In Indien und China, aber auch in Deutschland usw. sind Femicide - und damit sind vor allem pränatale gemeint - an der Tagesordnung. Das weibliche Geschlecht wird per se als unnormal, anders, schwach/minderwertiger betrachtet, einige werden auch weibliche Föten abtreiben in der Hoffnung ihnen ein schlechtest Dasein erspart zu haben doch das sind wenige und sie ändern nichts an den Ursachen.
Jedenfalls tragen sich misogyne Ideologien weiter in den Comics, Büchern, Kunstwerken, Serien, Filmen, Videospielen u. dgl. Unsere ganze Kultur wertet Männer höher,, was sie immer bildlich, textlich, sprachlich darstellt, daran hat sich leider nichts geändert.
Eine kleine Ungereimtheit die das beweist ist z. B. die Reaktionen die ein Junge erhält der Heldinnen bewundert. So eine einfache Sache. Es ein Unding für Jungen "Mädchensachen" haben zu wollen/zu bewundern und Okay für Mädchen sowohl "Jungs"- wie "Mädchensachen" haben zu wollen usw. Warum?
Ich denke die Antwort beginnt mit dem Wort misogyn.
Meine aktuelle These ist auch, dass es daran liegt, dass die Heldinnen bzw. die weiblichen Frauen- Mädchenfiguren, die es so gibt, in einer sehr perfiden und perversen Form ************ werden. Ich kann mich erinnern, eine von den Mädchen gewesen zu sein, die typische Barbiefiguren (wie Filme u. dgl) mied. Ich mochte die Darstellung entweder gar nicht oder schaute bloss aus Langeweile. Diese Figuren sprachen mich nie an. Ich fand die peinlich und mag diese Darstellungen auch heute noch nicht, weil die mir zu hörig, zu freizügig sind. Letzten Endes sind diese Darstellungen von europäischen, amerikanischen oder asiatisch/arabischen Männern produziert worden, so verhärtet sich der Verdacht, dass Männer junge Mädchen in "die richtige Richtung" drängen wollen durch solche idealisierten Darstellungen der Hausfrau ("Prinzessin"), die von anderen Männern bedroht werden kann und schlimmer noch; auf einen Mann als Rettung angewiesen ist, um ihre "naturgemäße" Aufgabe zu erfüllen; den Teufelskreis durch das Gebären weiterer fortzuführen.
die wenigen Frauen die auch manchmal an solchen Darstellungen mitarbeiten durften, hatten entweder kein Mitspracherecht (brauchten aber den Job weil das Geld ist knapp, sie verdienen weniger) oder blieben den Männern hörig (wofür sich diese Chauvinistinnen schämen sollten). Im Grunde sind diese Frauen wie Eva Braun oder andere Frauen die ihre Männer beim Verbrennen und sozialen Ausschliessen von "unwerten Leben" unterstützten.
Aber es gibt zum Glück auch andere. Wie du selbst angeführt hast, gibt es auch welche, die eigene Serien versuchen auf die Beine zu stellen und was zu verändern. Ich würde dir raten, falls es dich sehr stört, dass es immer noch kaum Mädchenserien gibt die nicht-************* weibliche Rollen zeigen, dann versuche du daran zu arbeiten. Allein vom Reden wird sich nichts bewegen. Ich zum Beispiel kann diese Serien die es so gibt auch nicht besonders leiden. "The Lion Guard" von Disney ist z. B. wieder in den Händen von zwei Männern, was deutlich an der Darstellung zu spüren ist. Da ist Kim Possible im Vergleich jfast schon feministisch!
Alles Gute, der Link ist auch noch interessant
https://woman.at/a/wie-aus-buben-***********-maenner-werden